Soest. Am 8. Mai 2026 feierte das Perthes-Zentrum sein 50-jährige Bestehen. Zahlreiche Gäste, Mitarbeitende, Bewohnende, Angehörige sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter kamen zusammen, um auf fünf Jahrzehnte voller Begegnungen, Fürsorge und Entwicklung zurückzublicken.
Bei bestem Frühlingswetter wurde das Jubiläum auf dem festlich gestalteten Außengelände am Bleskenweg gefeiert. Kulinarische Angebote vom Grill, Kaffee und Kuchen sowie Getränke sorgten für eine einladende Atmosphäre und boten Raum für Gespräche und Begegnungen.
Im Mittelpunkt des Tages standen neben dem Jubiläum auch die offizielle Einführung von Daniel Schlieckmann als Einrichtungsleitung sowie Melissa Schilling als stellvertretende Leitung und Pflegedienstleitung. Der Festgottesdienst wurde von Pfarrer Kai Hegemann liturgisch geleitet. Pastor Dr. Jens Beckmann, Theologischer Vorstand der Evangelischen Perthes-Stiftung, gestaltete die Festpredigt und nahm die offizielle Einführung der neuen Leitung vor.
In seiner Predigt griff Beckmann den Bibelvers aus Josua 1,9 auf, der in der Eingangshalle des Perthes-Zentrums zu lesen ist: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist.“ Er betonte, dass dieser Zuspruch insbesondere den Mitarbeitenden, den neu eingeführten Leitenden sowie allen Bewohnerinnen und Bewohnern gelte. Gebete und Segensworte stärkten die neuen Verantwortlichen für ihren weiteren Weg.
Im Anschluss richteten Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. ihre Grußworte an die Gäste. Felix Staffehl, Geschäftsbereichsleitung Perthes-Altenhilfe Mitte, würdigte die hohe Qualität des Hauses und bezog dabei ausdrücklich die Bewohnenden mit ein: „Die besondere Qualität des Perthes-Zentrums zeigt sich jeden Tag im Miteinander.“ Zugleich erinnerte er an die Verdienste früherer Verantwortlicher wie Sigrid Kübler-Molitor und Heike Pannewig, die das Haus über viele Jahre geprägt hätten.
Der stellvertretende Landrat Markus Patzke bezeichnete das Perthes-Zentrum als einen „verlässlichen diakonischen Partner“ für die Region. Auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Soest, Andre Hänsch, würdigte die Arbeit der Mitarbeitenden: „Sie leisten jeden Tag weit mehr als das Übliche. Das Perthes-Zentrum ist ein unverzichtbarer Pfeiler des sozialen Lebens in Soest.“
Die Vorsitzende des Kuratoriums, Christiane Mackensen, hob besonders die menschliche Nähe hervor, die das Haus auszeichne: „Das Wort ,menschennah‘ beschreibt am besten, wofür das Perthes-Zentrum steht. Genau dafür setzen wir uns auch im Kuratorium ein.“
Ein besonderer Moment war zudem der spontane Gruß von Hans Bachmann, der von 1973 bis 2000 Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Perthes-Werks e.V. war. Mit einem herzlichen „Glück auf“ und Gottes Segen gratulierte er der Einrichtung zum Jubiläum.
Darüber hinaus wurde Mitarbeiterin Mechthild Schenkel für ihr 50-jähriges Dienstjubiläum geehrt – eine außergewöhnliche Verbundenheit mit dem Haus und seinen Menschen.
Als sich 1976 erstmals die Türen des Perthes-Zentrums öffneten, entstand in Soest eine moderne Einrichtung, die älteren Menschen Pflege, Geborgenheit und Begleitung unter einem Dach bot. Die Wurzeln reichen jedoch bis in die 1960er Jahre zurück, als das damalige Perthes-Werk erste diakonische Einrichtungen in Soest übernahm und ausbaute.
Seitdem entwickelte sich das Perthes-Zentrum kontinuierlich weiter. Umfangreiche Umbauten in den 1990er Jahren sowie die große Modernisierung von 2015 bis 2017 prägten das Haus nachhaltig. Heute bietet die Einrichtung moderne Pflege- und Wohnangebote, helle Gemeinschaftsbereiche sowie spezialisierte Betreuung für Menschen mit Demenz.
Dabei steht seit jeher der Mensch im Mittelpunkt. Professionelle Pflege, christliche Nächstenliebe, Wertschätzung und ein starkes Miteinander prägen den Alltag im Haus. Gemeinsam mit Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Angehörigen und der Nachbarschaft ist das Perthes-Zentrum zu einem festen Bestandteil des sozialen Lebens in Soest geworden. Die Stadt nimmt dabei innerhalb der Evangelischen Perthes-Stiftung eine besondere Rolle ein: In keiner anderen Region gehören so viele Einrichtungen zur Stiftung wie in und um Soest.
Das Jubiläum bot Gelegenheit, dankbar auf fünf Jahrzehnte voller Engagement, Begegnungen und Entwicklung zurückzublicken – und zugleich mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen.
Daniel Schlieckmann, Einrichtungsleitung des Perthes-Zentrums in Soest, betonte zum Abschluss: „Mit großer Freude danken wir allen, die diesen Weg mitgestaltet haben: den Mitarbeitenden, die Tag für Tag mit Engagement und Herzlichkeit wirken, den Bewohnerinnen und Bewohnern, die uns ihr Vertrauen schenken, und allen Angehörigen, Partnern und Unterstützenden, die unsere Arbeit begleiten. Wir feiern nicht nur ein Jubiläum – wir feiern ein halbes Jahrhundert gelebte Fürsorge und blicken offen für Veränderungen und fest verwurzelt in unseren Werten in die Zukunft.“
