Bar­ri­e­re­frei­heit
 

Neujahrsempfang der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V.

Wilfried Koopmann, stellv. Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V., Birgit Heide, Theologischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven, Festredner Dr. Norbert Blüm und Pfarrer Rüdiger Schuch, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung, (von links) freuen sich über den gelungenen Neujahrsempfang.

„Mit Rückgrat für den Menschen“

Kamen. Anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs begrüßte die Evangelische Perthes-Stiftung am vergangenen Donnerstag zahlreiche Gäste aus Diakonie und Kirche, Politik und Gesellschaft in Kamen.

In der Kamener Pauluskirche predigte im Rahmen des Festgottesdienstes Birgit Heide, Theologischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven, zur Jahreslosung 2018:

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21,6)

Neben dem Durst nach Wasser gehe es auch „um den Durst nach Liebe, Gerechtigkeit und Frieden, nach einem gelungenen Leben. Gott stillt diesen Durst, indem er uns seinen guten Geist schenkt und seine Liebe spüren lässt.“

Pfarrer Rüdiger Schuch, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V., begrüßte anschließend die geladenen Gäste in der Kamener Stadthalle und thematisierte die Veränderungsprozesse der Gesellschaft, die sich auch in der Arbeit in den Einrichtungen vor Ort zeigten und eine Herausforderung darstellten. Die Diskussion darüber, „was es braucht, um in einer zunehmend pluralen Gesellschaft in Deutschland Denk- und Handlungsmuster zu entwickeln, die ein menschengerechtes, lebenswertes Leben ermöglichen“ sei auch für die Arbeit christlicher Träger wichtig.

Dr. Norbert Blüm, Minister a. D., referierte anschließend zum Thema „Mit Rückgrat für den Menschen – Von der Notwendigkeit einer Wertediskussion für die Daseinsvorsorge.“

Werte dienten in dieser Zeit der Informationsflut als Orientierung, um Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, und es sei nötiger denn je, in der Gesellschaft Rückgrat zu zeigen. Solidarität sei für den Menschen überlebenswichtig: „Von der Wiege bis zur Bahre sind wir auf Gegenseitigkeit angewiesen.“ Als Beispiel zog Blüm das Gleichnis vom barmherzigen Samariter heran, der Vorbild für alle Menschen sein sollte:

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Mitleid und Barmherzigkeit sind unverzichtbar in der heutigen Welt. Denn wenn die Gerechtigkeit versagt, hat die Barmherzigkeit immer noch viel zu tun!“

Daher sei die Arbeit, die in den Einrichtungen der Evangelischen Perthes-Stiftung tagtäglich geleistet werde, so wichtig, betonte Blüm.

Renate Letsch, 1. Stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V., bedankte sich abschließend bei den haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Stiftung, die „menschennah“ und mit Liebe zu den ihnen anvertrauten Menschen ihren Dienst verrichten.

Die Dresdner Salon-Damen veredelten den Empfang mit wunderbarer Musik aus den ersten vier Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts und sorgten für erstklassige Unterhaltung.


Imke Koch-Sudhues 
(veröffentlicht am 29.01.2018)